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Schiefergas – eine neue Gasquelle für die Zukunft?
Experten haben eventuell eine neue Erdgasquelle entdeckt. Das sogenannte Schiefergas ist im Augenblick in Fachkreisen in aller Munde, da damit die wirtschaftliche Macht konventioneller Erdgasproduzenten zu unterminieren wäre. Ein industrieller Abbau wäre eine interessante Möglichkeit, um den Gaspreis zu stabilisieren.
Schiefergas ist eigentlich ganz normales Erdgas, gehört aber durch die Art seines Vorkommens zu den sogenannten unkonventionellen Erdgasquellen. Das Gas hat sich zwischen den Schichten des Sedimentgesteins gebildet. In den USA werden diese Erdgasquellen schon seit langem genutzt, allerdings nur in geringem Umfang. Erst durch die neuesten Technologien in der Bohrtechnik kann das Gas wirtschaftlich abgebaut werden.
Auch der allgemeine Anstieg der Gaspreise hat dazu geführt, dass sich der Abbau von Schiefergas rechnet. Allerdings ist das Verfahren zum Abbau der unkonventionellen Gasquelle ökologisch nicht unbedenklich, da mit Chemikalien versetztes Wasser für die Förderung benötigt wird und der Wasserbrauch an sich sehr hoch ist.
Laut den Berechnungen der Experten könnte das Schiefergas das Erdgas-Angebot auf dem Weltmarkt deutlich steigern und einige Studien rechnen sogar damit, dass der Abbau die Weltmachtstellung von Russland als größtem Erdgaslieferanten brechen könnte.
In Europa wird das Schiefergas bis jetzt kaum gefördert, das Interesse an der neuen Energiequelle wächst allerdings ständig und die großen Energiekonzerne Deutschlands laufen auf Hochtouren, um die Rentabilität der Förderung zu prüfen. Besonders interessant scheint dabei Polen zu sein, dort sind bereits drei amerikanische Großkonzerne aktiv.
Insgesamt wird das Vorkommen an Schiefergas in Europa auf 35 Millionen Kubikmeter geschätzt. Falls sich eine rentable und umweltfreundliche Art finden lässt, mit der das Gas gefördert werden kann, könnte dieser Vorrat Europa für rund 40 Jahre mit Erdgas versorgen.







