Bewährungsprobe für Stromnetze

Die kalte Witterung der letzten Zeit, war eine harte Bewährungsprobe für die Stromnetze in Deutschland. Laut Bundesnetzagentur war die Situation zwar teilweise schwierig, aber immer noch unter Kontrolle zu behalten. Jetzt steigen die Außentemperaturen langsam und die Lage wird sich deutlich entspannen.

Stromknappheit durch die Kältewelle?

Ein großes deutsches Nachrichtenmagazin versetzte die Verbraucher mit der Meldung in Unruhe, dass die Kältewelle zu einer Stromknappheit führen könnte. Tatsächlich stellt sich die Situation etwas anders dar. Zum einen steigt der Strombedarf auch bei großer Kälte kaum, da die deutschen Haushalte nur in geringem Maß mit Strom beheizt werden. Nachtspeicheröfen gibt es kaum mehr, relevant sind allenfalls die Betreiber von Wärmepumpen und die machen nicht einmal sechs Prozent der Haushalte aus. In Frankreich zum Beispiel ist die Situation anders: Dort wird extrem viel mit Storm geheizt, denn der Atomstrom dort ist billig, so dass noch viele Nachtspeicherheizungen betrieben werden. Aufgrund der Kälte musste der französische Nachbar sogar deutschen Strom importieren, um den Bedarf zu decken.

Trotz Energiewende kein Strommangel

Kritiker der Energiewende hatten im letzten Jahr einen Strommangel prognostiziert, sollten die Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Die Kältewelle im Winter 2012 beweist das Gegenteil. Winter, Kälte und wenig Sonnenschein haben zwar für eine verminderte Produktion von Ökostrom gesorgt, die befürchtete Stromknappheit blieb allerdings aus. Die echte Bewährungsprobe folgt laut EU-Kommissar Oettinger allerdings noch: Erst dann, wenn auch die restlichen Atomkraftwerke abgeschaltet sind, zeigt sich, wie gut die Versorgung mit Strom aus regenerativen Energien in Deutschland funktioniert.

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