Atomausstieg pro und contra

Der Ausstieg aus der Atomenergie ist angesichts der erheblichen Risiken immer wieder heiß diskutiertes Thema in der Politik. Den letzten Vorstoß unternahm im Jahr 2000 die rot-grüne Regierungskoalition, die mit den führenden Energieversorgern ein entsprechendes Abkommen, den sogenannten „Atomkonsens“ schloss. Im Jahre 2005 wurde durch die große Koalition beschlossen, dieses Ziel weiterzuverfolgen.

CDU und FDP kritisieren dieses Ziel allerdings nach wie vor heftig. Die Argumente, die sie ins Feld führen, beziehen sich darauf, dass die Atomenergie zwingend erforderlich sei, um die ab 2012 prognostizierte Energiekrise zu verhindern. Energielücken und Stromabschaltungen werden vorhergesagt, wenn es bis zu diesem Zeitpunkt nicht gelänge, die Leitungsnetze und Kohlekraftwerke auszubauen. Positiv falle ins Gewicht, dass Atomkraftwerke im Betrieb keine CO2-Emissionen verursachen und somit den Klimawandel nicht begünstigen.

Die Grünen dagegen sprechen von einer gezielten Täuschung der Bevölkerung, von einer Energielücke könne keine Rede sein. Denn Ergebnisse des Bundesumweltamtes hätten ergeben, dass es keine Versorgungsengpässe geben würde. Sie favorisieren weiterhin den Ausbau von regenerativen Energiequellen, um die Versorgung der Haushalte mit Energie nach und nach auf umweltfreundliche und ungefährliche Technologien umzustellen.

Die Meinungen in der Bevölkerung gehen laut einer Befragung durch Greenpeace im Jahre 2007 dahin, dass 85% aller Befragten schärfere Kontrollen von Atomkraftwerken fordern, 29 % befürworteten einen beschleunigten Ausstieg aus der Atomenergie. Im September 2009 bestätigte eine weitere Umfrage die Ergebnisse., fast 60% der Befragten sprachen sich gegen eine Laufzeitverlängerung aus.

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Kommentare

Alles Schwachsinn

Alles barer Unsinn, totaler Schwachsinn, wir wissen seit 30 Jahren wie gefährlich Atomkraftwerke sind und machen munter weiter. Müssen wir erst warten, bis uns ein Atomkraftwerk um die Ohren fliegt?

Atomausstieg muss sein

Mein Vorredner hat zwar Recht, auch ich war enttäuscht von "meinen" Grünen, dass überhaupt nichts "für" einen Atomausstieg getan wurde durch Investitionen in alternative Energien, es wurde nur ein Gesetz beschlossen, das "uns Wähler" beruhigen sollte. Jedoch müssen wir am Atomausstieg dran bleiben. Die Zeichen zum Ausstieg müssen eindeutig gesetzt werden, auch weiterhin, allerdings mit mehr Förderung in die alternative Energie, da gebe ich meinem Vorredner Recht.

Atomausstieg geht noch nicht

Der gewünschte Ausstieg aus der Kernkraft geht noch nicht, man muss sich einfach bewusst sein, dass es die Grünen und die SPD versäumt haben die regenerative Energie zu fördern und ein derzeitiger Anteil von 30% bei der regenerativen Energie reicht nicht aus um unseren Bedarf zu decken. Folglich ist der Wunsch zum Ausstieg zwar bei allen da, es ist aber schlicht realistisch nicht möglich. Was die SPD und die Grünen in 11 Jahren versäumt haben, lässt sich nicht in 1-2 Jahren aufholen...