Ökostrom-Zertifikate

Wer sich entscheidet, Ökostrom zu beziehen, betreibt aktiven Umweltschutz: Der Atomstromanteil wird reduziert, die CO2-Emissionen vermindert. Im Vergleich der günstigsten Stromanbieterzeigt sich außerdem, dass Ökostromtarife nicht teurer sein müssen als Standard- oder Grundversorgungstarife. Verschiedene Zertifikate und Gütesiegel sorgen für Überschaubarkeit und Transparenz auf dem Ökostrommarkt.

RECS-Deutschland e.V.

Die RECS (Renewable Energy Certificate System) steht für eine Organisation, die die Förderung regenerativer Energien anstrebt und das in ganz Europa. Das System ist in 15 europäischen Ländern eingeführt und ermöglicht durch angeglichene Kriterien den Handel mit sogenannten RECS-Zertifikaten. Das System gilt als sehr zuverlässig, Kritiker bemängeln allerdings, dass die RECS lediglich Atom- und Kohlestrom umettiketiert – und das ganz legal. Im eigentlichen Sinne fungiert dieses Zertifikat nicht als Gütesiegel für Ökostrom, sondern garantiert lediglich, dass die über die Stromherkunft gemachten Angaben der Wahrheit entsprechen.

TÜV – Technischer Überwachungsverein

Die Technischen Überwachungsvereine haben eine Richtlinie entwickelt, die als Grundlage für die Zertifizierung von Ökostrom dient. Dabei wird sowohl die Herkunft des Stromes als auch der Weg vom Erzeuger bis zum Kunden lückenlos geprüft. Ist das Gütesiegel einmal vergeben, wird die Einhaltung der Kriterien jährlich geprüft.

Landesgewerbeanstalt Bayern

Mit einem eigenem Gütesiegel für Ökostrom vergibt die Landesgewerbeanstalt Bayern nach gründlicher Prüfung die Gütesiegel „Öko-Strom regenerativ“ für Strom aus regenerativen Energiequellen und „Ökostrom effektiv“ für Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung.

"OK power" von EnergieVision e.V.

Diese Zertifikat wird vom Öko-Institut e.V. in Kooperation mit dem WWF (World Wildlife Fund) vergeben. Mittelpunkt bei den Vergabekriterien ist die Umweltentlastung. Auch Umweltverträglichkeit und Alter der Kraftwerke fließen in die Bewertung mit ein.

Grüner Strom Label e.V.

Als Zusammenschluss verschiedener Umweltverbände vergibt der Grüner Strom Label e.V. Siegel in zwei Ausführungen: Silber und Gold, wobei das Gold Label nur dann vergeben wird, wenn der Förderbetrag im Strompreis nur für den weiteren Ausbau der regenerativen Energien genutzt wird. Beim Silber Label dürfen 50% des Stroms aus Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung stammen.